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Ich zieh mich im Winter so warm an, damit man mich nicht gleich erkennt!

Ist es nicht erstaunlich und toll, dass in diesem Winter der Parkplatz ganz oft fast so voll war wie im Sommer – auch bei schlechtem Wetter? Das ist doch ein Zeichen dafür, dass wir ein lebendiger, sportlich orientierter Club sind. Aber schon wenn ich auf den Parkplatz fahre, denke ich manchmal, dass wir vielleicht sportlich sind, aber auch oft gedankenlos mit unseren Ressourcen umgehen.

Eine knappe Ressource ist z. B. inzwischen Parkraum auf unserem so schön gepflasterten Platz. Schön ist doch auch, dass man keine vorgezeichneten Parkbuchten benutzen muss. Aber mies ist, wie gnadenlos der Freiraum zwischen den Autos munter immer mehr vergrößert wird, als ob wir alle mit Groß-SuVs mindestens zwei Parkbuchten wie im Parkhaus beanspruchten. Gut, dass man im Winter nicht jeden gleich erkennt, wenn er vom Parkplatz kommt.

Nun gehe ich auf die winterliche Driving Range, weil Stuart und Danny empfohlen haben, den Winter über an der eigenen Golftechnik zu feilen. Im Winter soll man – so steht geschrieben – von den Matten schwingen, um die Ressource Rasen zu schonen, die dann nicht nachwächst, sondern dringend Ruhe wie im eigenen Vorgarten zuhause braucht. Gut, dass man mich in Vermummung nicht gleich erkennt, wenn ich gedankenlos trotzdem vom Range-Rasen hacke oder wenn ich meinen leeren Ballkorb heimlich oder baselig an den Range-Abschlägen stehen lasse nach dem Motto „Die Greenkeeper brauchen ja auch im Winter genügend Arbeit an der frischen Luft“. Und übrigens: Man muss schon sehr vermummt sein, um im Winter vermehrt mit Range-Bällen auf dem Platz zu spielen (zur Orientierung: 2 € sind auch im Winter nur eine Mietgebühr und keine Einladung zur Selbstbedienung).

Damit ich warm bleibe, zieht es mich schließlich noch auf den Platz. Im Winter sind zwecks notwendiger Platzschonung ganz oft auch die bespielbaren Bahnen eine knappe Ressource und deshalb gut besucht. Je voller der eingeschränkte „Spielraum“, umso wichtiger werden die „Spielregeln“. Dazu gehört auch der strikte Verzicht auf das Bahnen-Hopping, jenes Kreuz- und Quer- Springen auf scheinbar gerade freie Nachbarbahnen.

Aber jetzt wird es mir zu heiß! Schließlich möchte auch ich noch freundlich gegrüßt werden, wenn man mich wiedererkennt.

Wilhelm Becker

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